Multiples Myelom

Fragen und Antworten zur Untersuchung

Das Myelom greift ja auch die Knochen an. Wie wird festgestellt, wie stabil meine Knochen noch sind?

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der Knochen bei Befall durch das Multiple Myelom geschwächt wird. Die Aufgabe des Orthopäden ist es, anhand der Befunde zu unterscheiden, ob bei Ihnen eine Minderung der Knochenstabilität oder eine Stabilitätsgefährdung vorliegt. Diese Unterscheidung wird im Wesentlichen einerseits am Befallsmuster (diffuser Befall des Knochens oder lokalisierter Befall), andererseits anhand der Lokalisation (z. B. Wirbelsäule, Oberschenkelknochen) und der Ausdehnung bzw. Größe einer vorliegenden osteolytischen Läsion (Knochenschädigung) getroffen. Das Ausmaß der Knochenschädigung wird mithilfe verschiedener Bewertungsskalen festgelegt. Wichtig ist aber immer auch eine ausführliche (Schmerz-) Anamnese sowie eine körperliche Untersuchung. (GH)

Wie sieht der Arzt, wie stabil meine Knochen noch sind bzw. wie schlimm der Schaden ist?

Die bestmögliche Untersuchungstechnik zur Stabilitätsbeurteilung ist die Computertomografie, die eine ausgezeichnete Darstellung der knöchernen Strukturen insbesondere auch in anatomisch schwierigen Regionen, wie z. B. dem Becken, zulässt. Die Untersuchung kann hierbei in sogenannter „Low-Dose-­Technik“ durchgeführt werden, wodurch die Strahlenbelastung erheblich reduziert wird. (GH)

Muss ich nach erfolgreicher Behandlung zu jedem späteren Zeitpunkt damit rechnen, dass sich die Erkrankung wieder verschlechtert?

Sogenannte Rezidive, d. h. ein Wiederkommen der MM-Erkrankung, ist leider bei den meisten Myelom-Patienten typisch. Jeder Patient muss grundsätzlich damit rechnen, dass ein Wiederkommen der Erkrankung wahrscheinlich ist und eine erneute Therapie ansteht. Das Positive ist aber, dass heute viele Therapiemöglichkeiten für das Multiple Myelom zur Verfügung stehen. (ME)

Welche Symptome deuten auf eine Verschlechterung bzw. Ausbreitung des Multiplen Myeloms hin?

Typisch sind ähnliche Symptome wie beim Erstauftreten der Erkrankung. Bei den meisten Patienten sind dies: Abgeschlagenheit/Fatigue aufgrund der Anämie (Blutarmut) bzw. Knochenschmerzen. (ME)