Multiples Myelom

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

die Diagnose „Multiples Myelom“ ist  nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für seine Angehörigen mit unzähligen Fragen, Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Nicht nur in der Zeit direkt nach der Diagnose, sondern häufig über den gesamten Verlauf der Erkrankung bleiben manchmal Fragen offen, die nie gestellt oder nicht ausreichend beantwortet wurden.

 

Mit Unterstützung verschiedener Selbsthilfegruppen haben wir Menschen, die am Multiplen Myelom erkrankt sind und verschiedene Angehörige gebeten, uns die für sie vordringlichsten, bewegendsten oder ungeklärten Fragen zu senden. Diese Fragen wurden von mehreren Expertinnen und Experten beantwortet, die sich täglich mit der Behandlung und Erforschung des Multiplen Myeloms auseinandersetzen oder sich in anderer Weise um Menschen kümmern, die von dieser Erkrankung betroffen sind.

 

Wir freuen uns, auch im Namen der beteiligten Experten, wenn wir damit auch einige Ihrer Fragen beantworten können. Selbstverständlich kann eine Broschüre niemals Antwort auf all Ihre Fragen geben. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem behandelnden Arzt oder wenden Sie sich an die im Anhang aufgeführten Selbsthilfegruppen, wenn Sie weitere Informationen oder Unterstützung benötigen.

 

Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen alles Gute!

Die Experten

Monika Engelhardt (ME)

Prof. Dr. med. Monika Engelhardt ist ­Fachärztin für Hämatologie und Onkologie an der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freiburg. Sie ist Leiterin des autologen Transplantations- und Multiplen Myelom-Programms, der Sektion Klinische Forschung sowie des Myelom-Tumorboards des Comprehensive Cancer Center Freiburgs (CCCF). Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Fragestellungen zum Multiplen Myelom und zu Phase-I-IV-Studien, ­Risiko­score-Etablierung und zu fehlerfreien (Chemo)-Therapieapplikationen. Für Patienten- und Angehörige bzw. Selbsthilfegruppen setzt sie sich seit Jahren ein und organisiert u. a. die südwestdeutschen Patienten- und Angehörigen-­Foren zu aktuellen Entwicklungen, Erkenntnissen und Therapieoptionen in der Behandlung von Lymphom- und Leukämie-Erkrankungen. Sie ist Steering Committee Mitglied der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM) sowie aktives Mitglied in anderen MM-Expertise­gruppen, wie International Myeloma Working Group (IMWG) und European Myeloma Network (EMN).

 

 

Ruth Frey (RF)

Ruth Frey ist Diplom-Sozialarbeiterin im Sozialdienst der psychosozialen Abteilung der Klinik für Onkologische Rehabilitation in der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Sie berät und unterstützt Patienten und auch deren Angehörige in allen sozialrechtlichen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Krebserkrankung stellen. Hierzu gehören insbesondere auch Beratung bezüglich des Wiedereinstiegs in das Erwerbsleben, Schwerbehinderung, Rente, häusliche Versorgung oder Beratungsangebote zuhause.

 

 

 

 

Georg Herget (GH)

Professsor Dr. med. Georg Herget ist Oberarzt am Universitätsklinikum Freiburg. Sein Tätigkeitsschwerpunkt ist die Tumorortho­pädie, im Rahmen derer er das Fachgebiet Orthopädie/Unfallchirurgie in den verschiedenen Tumorkonferenzen des Comprehensive Cancer Centers Freiburg (CCCF) vertritt.

 

 

 

 

 

 

 

Hans Salwender (HS)

Dr. Hans Salwender ist Sektionsleiter für Hämatologie und Stammzelltransplantation an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg. Er betreut seit über 20 Jahren überwiegend Patienten mit einem Multiplen Myelom (MM), hält in großer Zahl Vorträge zum MM für Ärzte und Patientengruppen und ist Mitglied der Leitgruppe der GMMG(German-­Speaking Myeloma Multicenter Group)-Studiengruppe. Dr. Salwender ist Teilnehmer an einer Vielzahl nationaler und internationaler Studien zur Erforschung insbesondere der Verbesserung der Therapie des Multiplen Myeloms, u. a. mit neu entwickelten Medikamenten.

 

 

 

 

Tanja Zimmermann (TZ)

Prof. Dr. rer. nat. Tanja Zimmermann, Diplom-­Psychologin, Psychologische Psycho­thera­peutin, Psychoonkologin ist Professorin für Psychosomatik und Psychotherapie mit Schwerpunkt Transplantationsmedizin und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Sie beschäftigt sich in ihrer Forschung mit den psychosozialen Belastungen von Patienten und Angehörigen (Partner und Kinder) im Rahmen von Krebserkrankungen oder Transplantationen und hat u. a. ein psychoonkologisches Behandlungsprogramm für Paare („Seite an Seite“) entwickelt. Sie ist Mitglied im Vorstand der Arbeitsgruppe Psychoonkologie der Deutschen Krebsgesellschaft.